SIBIRIEN

Lässt niemanden kalt!

 

21 Tage See, wilde Natur und heisse Quellen

  • 800012
  • 800001
  • 800014
  • 800019
  • 800016
  • 800015
  • 800017
  • 800020
  • 800010
  • 800005
  • 800004
  • 800007
  • 800008
  • 800006
  • 800013
  • 800009
  • 800011
  • 800018
  • 800002
8000121 8000012 8000143 8000194 8000165 8000156 8000177 8000208 8000109 80000510 80000411 80000712 80000813 80000614 80001315 80000916 80001117 80001818 80000219

Reiseroute

Irkutsk - Novosneshnaya - Posolskiy - Goryachinsk - Barguzin - Suvo - Kucheger - Maksimikha - Irkutsk

 

REISEBESCHREIBUNG

1. Tag:

Sie kommen mit dem Flugzeug oder der Transsibirischen Eisenbahn in Irkutsk an und werden von mir abgeholt. Danach bringe ich Sie in die zentral gelegene und einfache, aber liebenswerte Unterkunft. Sie haben nun Zeit, sich zu akklimatisieren und vom Jetlag zu erholen. Am Abend werden wir gemeinsam in der Unterkunft ein einfaches Nachtessen zubereiten.

2. Tag:

Nun haben Sie die Gelegenheit, die Stadt Irkutsk etwas kennen zu lernen. Offizielle Führungen gibt es nicht, ich werde Sie jedoch an sehenswerte und lohnende Orte führen. Irkutsk ist sicher die interessanteste der sibirischen Städte, obwohl sie in verschiedenen Reiseführern auch etwas verklärt dargestellt wird. Im Gegensatz zu anderen russischen Städten hat sich Irkutsk ein vielfältiges Stadtbild bewahren können. Besonders beeindruckend ist die Anzahl gut erhaltener und zum Teil reich verzierter Holzhäuser aus dem 19. Jhd. Aber auch Steinarchitektur aus verschiedenen Epochen erwecken den Eindruck einer gewachsenen Stadt. Berühmt geworden ist Irkutsk zudem als Verbannungsort der Dekabristen. Diese brachten der Stadt viel europäisches Flair, Bildung, Kultur und medizinische Versorgung.

Als Umschlagplatz für Waren aus China und Ostasien war und ist Irkutsk ein wichtiger Ort auf einer der vielen Routen der Seidenstrasse. Dies lässt sich hautnah auf den verschiedenen Märkten der Stadt erleben.

Die Verpflegung am heutigen Tag ist individuell.

3. Tag:

Wir werden nach dem Frühstück die "Zimmer" im LKW beziehen und danach geht es los. Die Fahrt führt aus Irkutsk hinaus durch wenig spannende Vororte, bis wir auf der M 55 durch die Taiga fahren. Die M55 (Magistrale 55) ist Teil der längsten zusammenhängenden Strasse der Welt, von Moskau nach Wladiwostok am Pazifik. Die Strecke führt uns über das Olcha-Plateau, eine kurvenreiche und abwechslungsreiche Fahrt durch die Taiga steht uns bevor. Diese Strecke galt als die schwierigste beim Bau der Transsib, da die enorm hügelige Landschaft viele Kunstbauten notwendig machte. Nach ca. 3 Stunden erreichen wir den ersten Aussichtspunkt mit atemberaubenden Blick auf den Baikal. Nach einer kurzen Rast fahren wir weiter durch Sljudjanka, dem wichtigsten Bahnhof am Baikal-See. Je nach Interesse werden wir einen Abstecher zum Bahnhof machen, welcher um 1903 von italienischen Baumeistern mit dem lokal vorkommenden weissen Marmor gebaut wurde.

Etwa eine Stunde später erreichen wir unseren Übernachtungsplatz direkt am Baikal-See nahe dem Dorf Novosneshnaya. Bei trockenem Wetter werden wir Schaschlik am offenen Feuer machen.

4. Tag:

Wir verbringen den ganzen Tag am Baikal-See. Es steht Ihnen frei, einfach nichts zu tun, die Ruhe und das Rauschen des Sees zu geniessen, schwimmen, spazieren, angeln usw. Im Bedarfsfall nehmen Sie bitte die Angelruten selber mit. Direkt am Ufer gibt es eine Banja (russ. Sauna), deren Besuch sehr zu empfehlen ist. Vorallem das Abkühlen im Baikalsee hat es in sich! Verpflegung aus der Bordküche oder eben je nach Anglerglück!

5. Tag:

Nachdem wir am Baikalseeufer gefrühstückt haben, fahren wir ca. 4 Stunden bis zum Delta des Flusses Selenga, welcher aus der Mongolei kommend hier in den Baikal fliesst. Es ist mit Abstand der wichtigste Zubringerfluss. An der Südwestspitze des Deltas steht das altehrwürdige orthodoxe Kloster Posolskiy. Ein Besuch der grossen Klosteranlage lohnt sich auf jeden Fall. Es wurde 1917 geschlossen um es anderweitig zu nutzen. Im Jahre 1995 dann ging es wieder an die Kirche über, welche im Jahr 2000 wieder ein Männerkloster eröffnete. Zur Zeit leben immer ca. 30 Mönche in der Anlage.

Wir werden im Schatten des Klosters direkt am Baikal nächtigen und wenn möglich über dem offenen Feuer kochen. Das Ufer des Baikals ist in dieser Gegend sehr einladend für lange Strandspaziergänge in völliger Abgeschiedenheit.

6. Tag:

Den heutigen Tag verbringen wir wieder direkt am Baikalsee. Das Dorf Posolskoe mit seinen typischen farbigen sibirischen Häusern bietet sich regelrecht an, genauer anzuschauen. Oder Sie machen einen ausgedehnten Strandspaziergang. Wie auch immer, lassen Sie die Seele baumeln!

7. Tag:

Heute werden wir wieder ein gutes Stück fahren, die reine Fahrzeit beträgt ungefähr 4 - 5 Stunden. Über die Selenga setzen wir mit der Fähre, falls sie denn auch fährt. Unser Etappenziel ist der Kurort Goryachinsk. Dies ist einer der ältesten Kurorte Ostsibiriens. Wir sind auf grossenteils sehr gut ausgebauten Strassen unterwegs. Da angekommen, besuchen wir den hübschen Kurpark und die (wirklich) heisse Quelle. Das Mineralwasser kann innerlich und äusserlich angewendet werden. Die Temperatur lässt jedoch bloss ein Fussbad zu. In Goryachinsk gibt es leider kein Badebecken, es handelt sich viel mehr um ein Sanatorium. Zum Übernachten stellen wir uns an den Baikalstrand. Da dies ein bekannter Kur- und Badeort ist, werden wir nicht ganz alleine am Strand sein.

8.Tag:

Wir werden heute wieder mehrere Stunden unterwegs sein, bis wir schliesslich in Barguzin, dem Verwaltungszentrum des gleichnamigen Tales ankommen. Dieses Städtchen bietet die eine oder andere Trouvaille, so zum Beispiel alte Kaufmannshäuser, einen jüdischen Friedhof, einen überaus grosszügigen Hauptplatz usw. Nach dem Besuch von Barguzin fahren wir weiter bis zum nahegelegenen Mineralwassersee Alginskoe. Dessen Schlamm soll heilende Wirkung für Haut und Gelenke haben. Kurz vor dem See befinden sich uralte Felszeichnungen aus der Zeit der Hunnen oder noch älter. Leider sind sie schon stark verwittert. Touristen werden hier kaum mehr angetroffen und so geniessen wir die Abgeschiedenheit und Ruhe.

9.Tag:

Es steht uns eine ganz kurze Fahrt bevor, bloss ca. 30 Minuten. Dann erreichen wir das fast unscheinbare Dorf Suvo. Bei diesem Dorf bestaunen wir die spektakulären Felsformationen, welche durch die natürliche Erosion geschaffen wurden. Sie können den ganzen Tag in den Felsen verbringen und vielfältige Motive für Ihre Fotos finden. Wie Reste von mächtigen Burgen und riesigen Wachttürmen aus einer längst vergangenen Zeit ragen die zum Teil bizarr geformten Felsen viele Meter aus dem Boden.

10. Tag:

Wir fahren nun nordwärts immer tiefer ins steppenhafte Barguzin-Tal hinein. Unterwegs statten wir dem "Stier-Stein" einen Besuch ab. Dies ist der Beschützer des Tales und ein wichtiges Heiligtum der dort lebenden Burjaten. Weiter geht es zum "Garten der Steine", eine ca. 10 km2 grosse Fläche, angehäuft mit Findligen unterschiedlichster Beschaffenheit, welche vermutlich vor langer Zeit von einem Gletscher hierher transportiert wurden. Die Felsblöcke in verschiedenen Farben und Formen, zum Teil mit Flechtenbewuchs, sind manchmal hübsch gruppiert, und sehen dann aus, als seien sie von Menschen hingestellt worden oder sie wüchsen aus dem Boden. Wer sich die Mühe macht, einige Schritte abseits der Strasse in diesen "Garten" zu gehen, wird mit schönen Fotomotiven belohnt. Weiter geht die Fahrt nordostwärts, zuerst quer durch das Barguzin-Tal, dann weiter auf der Hauptstrasse durch den Bezirkshauptort Kurumkan bis wir schliesslich den Kurort Kucheger erreichen. Dieser Kurort ist bekannt für seine heissen Quellen und den heilsamen Schlamm. Nach diesem langen Tag wird es eine Wohltat sein, sich in den Schlammbädern zu erholen.

11. Tag:

Wir bleiben den ganzen Tag in Kucheger, geniessen die Quelle und entspannen uns.

12. Tag:

Heute fahren wir ungefähr anderhalb Stunden zu einem weiteren Kurort, nach Umkhej. Dort erwartet uns eine liebevoll und hübsch hergerichtete Anlage mit ihrem kleinen warmen See direkt am Fluss Barguzin. Auch eine heisse Quelle können wir benutzen. Essen werden wir im kurbetriebseigenen Restaurant.

13. Tag:

Auch am heutigen Tag ist "kuren" angesagt. Geniessen Sie die Ruhe, die frische Luft, das warme Wasser und das Nichtstun.

14. Tag:

Es geht weiter zur nächsten heissen Quelle und den für mich absolut schönsten Ort im Tal, nach Arshan Alla. Die Fahrt dauert bloss ca. zwei Stunden. Der kleine und kaum bekannte Kurort liegt auf einem Felsplateau äusserst pittoresk.

15. Tag:

Auch hier in Alla lädt die Umgebung ein zum Nichtstun. Sie haben jedoch auch die Gelegenheit, zum nahegelegenen Wasserfall zu gehen, eine kleine Wanderung von etwa anderhalb Stunden ein Weg. Es lohnt sich auf jeden Fall, der hübsche Weg führt lange Zeit durch eine verwunschenen Wald, danach hinauf durch einen Steinmannli-Garten zum Wasserfall.

 

16. Tag:

Wir machen uns nach dem Frühstück auf den Rückweg bis zur Ortschaft Maksimikha. Unterwegs besuchen wir die lohnenswerte buddhistische Anlage Yanshima. Diese besticht durch ihre Lage vor den mächtigen Bergen und durch einen Waldpfad, der uns zu einem heiligen Stein führt, dessen natürliche Verfärbung ein Bild wiedergibt, dessen Bedeutung ich an dieser Stelle jedoch nicht verrate.
Nach ca. 3 - 4 Stunden Fahrt besuchen wir in der Ortschaft Maksimikha das Kulturzentrum des Künstlers Shelkovnikov. Es ist ein merkwürdiger Komplex aus fast märchenhaft anmutenden Gebäuden. In einem Ausstellungsraum hat er verschiedenste Kunstwerke und Kuriositäten, sowie eine Sammlung über die Geologie der Region zusammengetragen. Zudem legte Shelkovnikov einen Schaugarten für endemische Pflanzen der Region an.

Wir werden ganz in der Nähe wieder direkt am Baikalsee übernachten und den weiten Sandstrand geniessen.

17. Tag:

Heute fahren wir wieder ein gutes Stück südwestwärts Richtung Irkutsk. Wir werden auf der Hauptverbindungsstrasse ca. 6 - 7 Stunden unterwegs sein, selbstverständlich mit genügend Pausen. Diese können wir nutzen, um frisch renovierte orthodoxe Kirchen zu besuchen. Leider sind wir mangels Alternativen gezwungen, die selbe Strecke zu fahren wie auf der Hinfahrt. Wir übernachten am Baikalsee, auf Wunsch beim Kloster Posolsky.

18. Tag:

Am heutigen Tag fahren wir ca. 4 Stunden, bis wir wieder am einsamen Strand von Novosneshnaja sind. Hier können wir uns nochmals von den Strapazen der letzten Reisetage erholen sowie die Banja am See geniessen.

19. Tag:

Auf der ungefähr vierstündigen Rückfahrt nach Irkutsk besteht die Möglichkeit, in Sljudjanka das Mineralienmuseum zu besuchen. Die private Sammlung von Mineralien aus der direkten Umgebung, aus anderen Teilen Russlands sowie der ganzen Welt sucht östlich des Urals Ihresgleichen. Mit oder ohne Besuch des Museum fahren wir noch ein gutes Stück weiter und werden ein letztes Mal einen Blick auf den Baikal werfen. Im Verlaufe des späteren Nachmittags sollten wir in Irkutsk eintreffen und die Zimmer in unserer Unterkunft beziehen.

Der Rest des Tages und Abends steht zu Ihrer freien Verfügung, auch für Ihr leibliches Wohl sorgen Sie selber.

20. Tag:

Entdecken Sie auf eigene Faust Irkutsk. Die Stadt bietet eine reiche Fülle an Museen, Einkaufsmöglichkeiten, sie lädt ein, an der Angara (der einzige Ausfluss aus dem Baikal-See) zu flanieren oder die historischen Gebäude genauer zu studieren.

Auch an diesem Tag ist die Verpflegung individuell. Das gemeinsame Abschlussnachtessen wird Ihnen offeriert.

21. Tag:

Früh am Morgen werden Sie abgeholt und zum Flughafen gebracht, wo der Heimflug wartet.

Partner

SibirTours
Sprachaufenthalte
Transsibreisen
Fischer- und Aktivreisen